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Schmetterlingspädagogik

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Unsere neu gegründete Grundschule

Inklusiv lernen im Sinne der Schmetterlingspädagogik

Seit dem Schuljahr 2012/13 werden am Kardinal-von-Galen-Haus Grundschülerinnen und Grundschüler gemeinsam mit Primarschülern der Förderschule in einer inklusiven Klasse pro Jahrgang unterrichtet. In diesen vielen Jahren haben wir umfangreiche Erfahrungen im gemeinsamen Lernen von Kindern mit unterschiedlichen Fähigkeiten und Unterstützungsbedarfen gesammelt. Auf dieser gewachsenen Grundlage entsteht jetzt unsere neue Grundschule mit dem besonderen pädagogischen Konzept der Schmetterlingspädagogik.


Die folgenden Fragen und Antworten geben Ihnen als Eltern einen Einblick in unser Verständnis von Lernen, Förderung und Miteinander in unserer Grundschule.

Was ist das Besondere am Lernen in unserer Grundschule?

Im Mittelpunkt steht unser Leitbild „Leben Lernen“. Kinder sollen fachlich und persönlich wachsen, in ihrem eigenen Tempo lernen und Verantwortung für ihren Lernweg übernehmen. Die Schmetterlingspädagogik versteht Vielfalt als Chance: Alle Kinder arbeiten an gemeinsamen Themen, aber auf unterschiedlichen Niveaus und mit verschiedenen Zugängen. So wird jedes Kind gesehen und individuell unterstützt.

Wie sieht inklusives Lernen bei uns konkret aus?

Im Mittelpunkt unserer neu gegründeten Grundschule stehen Kinder im Grundschulalter ohne besonderen Förderbedarf. Gleichzeitig bleibt das gemeinsame Lernen von unterschiedlichen Kindern für uns ein wichtiger Bestandteil des Schulalltags. Wo es sinnvoll und möglich ist, werden einzelne Kinder mit Unterstützungsbedarf integriert begleitet.
Unsere jahrgangsgemischten Lerngruppen profitieren von den langjährigen Erfahrungen, die wir seit 2012/13 im inklusiven Unterricht gesammelt haben. Diese gewachsene Kompetenz zeigt sich heute vor allem in einer sensiblen Lernumgebung: klare Strukturen, vielfältige Materialien, unterschiedliche Lernwege und ein respektvolles Miteinander, in dem jedes Kind seinem Entwicklungsstand entsprechend abgeholt wird. So verbinden wir die Stärken beider Schulformen und schaffen einen Lernraum, in dem Kinder miteinander und voneinander lernen – mit Blick auf ihre individuellen Potenziale.

Wer begleitet mein Kind beim Lernen?

Die Lehrkräfte verstehen sich als Lernbegleiter. Sie gestalten die Lernumgebung, bereiten Lernpakete vor, beobachten die Lernentwicklung und führen regelmäßige Coachinggespräche mit jedem Kind. Gemeinsam mit Ihrem Kind werden Lernziele geplant, Fortschritte besprochen und neue Schritte vereinbart. So wächst Ihr Kind Schritt für Schritt in ein selbstverantwortliches Lernen hinein.

Was bedeutet das Graduierungssystem für mein Kind?

Damit Kinder ihre wachsende Selbstständigkeit erleben können, arbeiten wir mit einem Graduierungssystem mit vier Stufen: „Entdecker“, „Forscher“, „Durchstarter“ und „Lernprofi“. Jede Stufe ist mit bestimmten Rechten („Ich darf…“) und Anforderungen („Ich zeige…“) verbunden. Gelingt es einem Kind über einen längeren Zeitraum, diese Anforderungen zuverlässig zu erfüllen, steigt es in die nächste Stufe auf. So werden Selbstständigkeit, Ausdauer und soziale Verantwortung gezielt aufgebaut – immer angepasst an die individuelle Entwicklung.

Wo lernt mein Kind – nur im Klassenraum?

Der Raum ist für uns „dritter Pädagoge“. Neben Klassen- und Gruppenräumen nutzen die Kinder Flure, Forum, Bücherei, Schulhof und das Grüne Klassenzimmer als Lernorte. Je nach Graduierungsstufe und Absprachen mit den Lernbegleitern kann Ihr Kind verschiedene Lernplätze wählen: für ruhige Einzelarbeit, Partnerarbeit oder Gruppenphasen. Digitale Medien, wie Tablets und Lernplattformen, unterstützen zusätzlich individuelle Lernwege und motivierendes Arbeiten.

Welche Rolle spielen Nachhaltigkeit und außerschulische Lernorte?

Nachhaltigkeit ist ein zentraler Bestandteil unseres Leitbildes. Mit Lernorten wie Tiergarten, Gemüseackerdemie, Waldstück und weiteren Lernorten in der Umgebung erleben die Kinder „Lernen durch Erleben“. Sie erfahren unmittelbar, wie sie Verantwortung für sich, andere und ihre Umwelt übernehmen können und verknüpfen schulische Inhalte mit ihrer Lebenswirklichkeit.

Wie wird das Konzept weiterentwickelt?

Unsere neu gegründete Grundschule versteht sich als lernende Gemeinschaft. Das Konzept wird regelmäßig reflektiert und weiterentwickelt. Arbeitsgruppen und Fachkonferenzen prüfen fortlaufend, ob unsere pädagogischen Maßnahmen den Kindern gerecht werden und passen sie an neue Anforderungen an. So stellen wir sicher, dass Ihr Kind in einer offenen, inklusiven und zukunftsorientierten Lernumgebung lernen kann – im Sinne der Schmetterlingspädagogik und unseres Leitbildes „Leben Lernen“.



Ihre Ansprechperson

Annemarie Rottinghaus

Förderschulrektorin

Kardinal-von-Galen-Haus gGmbH
Schulstraße 7
49413  Dinklage
04443 979 124
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